Inklusion schafft Mehrwerte für Wirtschaft, Gesellschaft und Menschen. Darin stimmen die Teilnehmenden des Videoprojektes „Inklusive Arbeit – MehrWert für Alle!“ der B.in überein. Ihre Statements sind online auf unserer FB-Seite und dienen als Plädoyer für Inklusion. Das Projekt wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Aktion Mensch!

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet, dass das neue Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen tatsächlich fördert. Foto: b.in
Einen Schritt nach vorne leistet das „Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts“, das seit dem 1. Januar 2024 vollständig in Kraft getreten ist. Zentrale Elemente sind höhere Ausgleichsabgaben für Arbeitgeber, die ihre Pflicht zur Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung nicht erfüllen, ebenso wie Verbesserung der Eingliederung, Maßnahmen zur zielgerichteten Unterstützung von Menschen mit Schwerbehinderung und Verbesserung der beruflichen Teilhabe.
Die erwartete Wirkung lässt sich noch nicht in Zahlen ausdrücken. Gerade in der Praxis muss die Bekanntheit des Gesetzes erhöht werden.
„Der Mangel an Fachkräften und die demographische Entwicklung erfordern es, die Anstrengungen für Inklusion weiter zu steigern. Die Projektinterviews mit Expert:innen, Arbeitgeber:innen und Beschäftigten geben wertvolle Hinweise und Impulse. Im Zentrum muss die Perspektive von Menschen mit Beeinträchtigung stehen: Ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, bringt nicht nur Mehrwerte. Es ist darüber hinaus ein gesellschaftliches Ziel und universelles Menschenrecht“, so Horst Martin vom Projekträger B.in Kultur, Integration und Bildung gUG.
Ausgewählte Staments aus dem Projekt:
- „Inklusion schafft Mehrwerte – weil sie nicht nur individuelle Teilhabechancen verbessert, sondern angesichts des demografischen Wandels auch dazu beitragen kann, auf dem Arbeitsmarkt den Fachkräftemangel abzumildern“, sagt Dr. Karolin Hiesinger vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Expertin erwartet, dass das neue Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderungen tatsächlich fördert.
- „Inklusion bietet MehrWerte für Menschen, Gesellschaft und Wirtschaft“, das sagt Prof. Dr. Jens Böcker. Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist ein gefragter Experte zu Inklusion auf dem Arbeitsmarkt.
- „Inklusion hat immer mit beiden Seiten zu tun – den Menschen mit Beeinträchtigung und den Menschen ohne Beeinträchtigung“, sagt Sol Rein-Saunders. Sie arbeitet als Assistenz-Trainerin im Team des Zentrums für bewegte Kunst (ZBK) und tritt als gefeierte Artistin im Ensemble des Circus Sonnenstich auf. Mit einem Persönlichen Budget der Arbeitsagentur hat sie den Sprung in die Arbeitswelt geschafft. Die Kulturschaffende versteht sich als Pionierin in einem (noch) nicht anerkannten Berufsbild, das für die Inklusion große Potentiale bietet.
- „Ich als IT-Experte, Grafiker und Administrator interessiere mich sehr für die KI. Aktuell bilde ich mich über KI fort, um meine beruflichen Chancen auch in Zukunft nutzen zu können. Ideal wäre es, die Vorzüge der KI mit der Inklusion zu verknüpfen“, sagt Marcel Guttzeit. Er arbeitet seit 2019 im Repro- und Werbezentrum Prenzlauer Berg GmbH, das auf Geschäftskunden spezialisiert ist und als erstes Unternehmen bereits zweimal den Berliner Inklusionspreis gewonnen hat.
- „Inklusion ist ein Menschenrecht und Deutschland ist von der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention noch weit entfernt“, sagt Claudia Rustige. Sie arbeitet für die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen e. V. als Geschäftsführerin. Für eine Beurteilung des Gesetzes zur Förderung des inklusiven Arbeitsmarktes von 2024 ist es noch früh. In der aktuellen politischen Lage gehe es darum, Rückschritte auf alle Fälle zu vermeiden, und Inklusionsfirmen als „Leuchttürme“ in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
- „Inklusion ist für mich sehr wichtig, weil Menschen mit Behinderungen auch auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten sollen“, das sagt Sasche Ubrig von der Lebenshilfe Berlin.
Hier kommt der erste Beitrag: